
Vielen Dank für Ihr Interesse am heise Themenabend „Medienkompetenz“
Wie können Kinder und Jugendliche digitale Medien selbstbestimmt und sicher nutzen? Beim heise Themenabend „Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen“ haben wir darüber aus Sicht von Eltern, Lehrkräften, jungen Menschen und den heise-Redaktionen gesprochen. Vielen Dank für Ihre Teilnahme und Ihr Interesse.
Wenn Sie die Themen vertiefen möchten, finden Sie nachfolgend ausgewählte Artikel, Ratgeber und Anlaufstellen – von Jugendmedienschutz und sozialen Netzwerken über KI bis zum Einsatz digitaler Geräte in der Schule.
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Linksammlung zum Themenabend
heise-eigene Inhalte
Einstieg & Überblick
c’t 16/2026 – Artikelstrecke Jugendmedienschutz (€)
Kinder und Jugendliche bewegen sich im Netz in Räumen, die für Erwachsene gebaut wurden.
Die Artikelstrecke zeigt, was Politik und Schulen ändern müssen, wie Eltern begleiten statt bewachen und was Teenager selbst wissen sollten.
Safer Internet Day: FAQ Internetsicherheit für Kinder und Jugendliche
Ein Praxisratgeber von kindgerechten Suchmaschinen über Jugendschutzeinstellungen bis hin zu Kinderschutz-Apps, dazu Altersfreigaben nach FSK und USK.
Die Leitlinie: Erwachsene sollen Kinder und Jugendliche im Internet adäquat begleiten, schützen, aber auch nicht übermäßig einengen oder ununterbrochen überwachen.
heise-Themenseite Jugendschutz
Hier laufen alle heise-Meldungen, Hintergründe und Ratgeber zu Jugendmedienschutz, Altersgrenzen und Plattformregeln zusammen.
Sie eignet sich als ständig aktualisierter Einstieg und für Recherchen über die einzelnen Artikel hinaus.
Debatte & Haltung
Buchempfehlung: „Social Media verbieten? Verboten!“ (Rheinwerk by heise) (€)
Dirk von Gehlen zeigt, warum Verbote von konstruktiven Lösungen ablenken – und warum wir nicht die Kinder drangsalieren sollten, sondern die Big-Tech-Unternehmen.
Am Ende steht ein konkreter Zehn-Punkte-Plan für ein gesundes Medien-Menü.
Lehrer im Interview: „Das iPad sollte in jedem Schulfach zur Verfügung stehen“ (€)
Ein Lehrer erläutert, wie seine Schule iPads im Unterricht einsetzt, und unterscheidet dabei zwischen privaten Geräten und schulisch verwalteten Lern-iPads.
Letztere lassen sich so konfigurieren, dass während der Schulzeit nur für den Unterricht vorgesehene Apps verfügbar sind.
Medienkonsum: Kinderärzte und Psychologen setzen auf strengere Regeln
Für den besseren Schutz von Kindern fordern Psychologinnen strengere Regeln. Kinderärztepräsident Hubmann plädiert für „bildschirmfrei bis drei“.
Außerdem soll Medienberatung verbindlich in den kinder- und jugendärztlichen Vorsorgeuntersuchungen verankert werden.
Regulierung & Politik (EU)
Social-Media-Verbot: Brüssel bremst nationale Vorhaben aus
Die EU-Kommission will nationale Gesetzesvorhaben, die sich mit der geplanten europäischen Altersregelung überschneiden, zunächst um ein Jahr aufschieben. Anlass ist ein Entwurf aus Österreich; die Entscheidung gilt auch als Signal an Deutschland, zunächst eine EU-weite Lösung voranzubringen. Für früher eingereichte Vorhaben einzelner Länder gelten Ausnahmen.
EU-Jugendschutz: Mehrstufiges Altersmodell für digitale Medien geplant (€)
Nur ein Mindestalter festzulegen und die Umsetzung den Plattformen zu überlassen, wie es Australien vormacht, wäre aus Sicht der EU-Kommission nicht der richtige Weg.
Der Hintergrund ordnet die kritischen Punkte des abgestuften EU-Ansatzes ein.
EU Kids Act: Kindersicherungen längst nicht nur für soziale Netzwerke
Der neue Kids Act regelt mehr als nur Mindestalterfragen: Von App- und PlayStore bis zu Onlinespielen und Porno-Plattformen sollen neue Regeln greifen.
Unter 13 gibt es keine eigenen Konten, mit 13 soll dann ein von Sorgeberechtigten kontrolliertes Konto möglich sein.
EU-Machtkampf um Verbot von Lootboxen und Dark Patterns
Diese harmlos wirkenden virtuellen Überraschungskisten können zu einer finanziellen Falle werden: Medienpädagogen berichten von Jugendlichen, die Tausende Euro für virtuelle Güter ausgeben.
Der Bundesrat und das EU-Parlament aber verlangen ein Verbot von glücksspielähnlichen Elementen in Spielen, die für Minderjährige zugänglich sind.
Plattformen, Tools & KI
WhatsApp: Neue Jugendschutztools für Eltern von Teenagern
Eltern werden unter anderem benachrichtigt, wenn der Teenager einer Gruppe beitritt, sie verlässt oder „wenn die Gruppengröße erheblich zunimmt“.
Einen Schalter zum kompletten Entfernen der Meta-AI-Funktion gibt es weiterhin nicht.
YouTube schraubt am Jugendschutz: Drei Updates für Teen- und Kinderkonten
Nun können Eltern die Zeit für den Konsum dieser Shorts für YouTube bis auf null Minuten pro Tag herunterdrehen.
Zudem können Eltern eine Zubettgehzeit und eine „Mach eine Pause“-Erinnerung für ihre Teenager einstellen.
iPhone-Kindersicherung: „Wer nur auf technischen Schutz setzt, denkt zu kurz“ (€)
Medienpädagogin Tokjona Tusha spricht über Kinderschutzeinstellungen für iPhones und iPads sowie über Probleme, die Kinder bei der Nutzung der Geräte erleben können.
Ihr Ansatz verbindet technische Einstellungen mit begleitenden Medienregeln, statt sich allein auf Sperren zu verlassen.
Familienführer: Apple veröffentlicht Ratgeber für „Healthy Digital Habits“
Der Leitfaden ist in Zusammenarbeit mit dem Verband amerikanischer Kinderärzte, der American Academy of Pediatrics (AAP), entstanden und auf die Kindersicherung von iOS 27 abgestimmt.
heise sieht dabei einen Zielkonflikt: So kommt es immer wieder zu „Hacks“ der Bildschirmzeitfunktion.
ChatGPT for Teens wird kaum exzessiv genutzt, aber Sicherheitsbedenken wachsen
Laut OpenAI haben Jugendliche den Chatbot im Durchschnitt weniger als 15 Minuten täglich genutzt.
Eine Studie bezeichnet den KI-Chatbot als „inakzeptables Risiko“ für Jugendliche, denn ChatGPT würde die versprochenen Sicherheitsvorkehrungen nicht einhalten.
Risiken & Rechtslage
FAQ zu Cybergrooming: Ermittler warnen vor Massenphänomen im Netz
Täter nehmen über Gaming-Plattformen oder soziale Netzwerke Kontakt zu Minderjährigen auf und versuchen dann oft schnell, die Kommunikation in einen privaten oder geheimen Chat zu verlagern.
Die Anzeigen-Quote liegt laut Heims Kollege Thorsten Nees im einstelligen Bereich.
BGH: Auch Textnachrichten können sexuellen Missbrauch per Chat begründen
Der Bundesgerichtshof stellt klar: Pornografische Chats können selbst ohne Bilder oder Videos den Straftatbestand des Missbrauchs ohne Körperkontakt erfüllen.
Ob tatsächlich Kinder hinter den Profilen steckten, stand einer Verurteilung wegen des Versuchsdelikts nicht im Wege.
Weiterführende Inhalte und Hilfestellungen
Anlaufstellen & Ratgeber für Eltern und Fachkräfte
klicksafe
In Deutschland koordiniert die Online-Plattform klicksafe.de die nationalen Aktivitäten – ganzjährig eine gute Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer.
Es gibt kostenlose Materialien und aktuelle Einordnungen, zum Beispiel dazu, was genau in dem Gesetzesvorschlag steht und was sich für Kinder und Jugendliche in Zukunft ändern könnte (EU Kids Act).
SCHAU HIN!
Ein Elternratgeber mit Anleitungen für einzelne Plattformen. Bei YouTube etwa gilt: Die möglichen Sicherheitseinstellungen bei YouTube sollten aktiviert werden.
Dazu kommen Gesprächstipps, zum Beispiel mit Kindern über Selbstinszenierung und Privatsphäre sprechen.
Medienzeit – Elternblog
Bei Medienzeit finden Eltern verständliche Infos und praxisnahe Tipps zu sicherer Mediennutzung, Social Media, Gaming, KI und Online-Gefahren ihrer Kinder.
Die Grundhaltung: Kindersicherungen sind nützlich, aber nicht wasserdicht. Kinder finden oft Wege, Sperren zu umgehen. Entscheidend bleibt das Gespräch und gemeinsame Regeln.
Angebote direkt für Kinder (ab 8 Jahren)
Buchempfehlung: WAS IST WAS Handy. Was ist toll? Was ist gefährlich? (€)
Ein Sachbuch für Kinder ab 8 Jahren zu Fragen wie: Was passiert eigentlich im Klassenchat? Warum machen Spiele so viel Spaß – und wann wird es zu viel?
Ergänzend gibt es eine kostenfreie 20-seitige Broschüre, die Schulen gedruckt in 30er-Einheiten bestellen können.
Klugschnabeln – Fakten finden, Fakes entlarven (Podcast)
Im Podcast „Klugschnabeln – Fakten finden, Fakes entlarven“ gehen die Journalistin Sheena und Papagei Pino Internetgerüchten und zweifelhaften Behauptungen auf den Grund.
Das Angebot für 8- bis 12-Jährige entsteht mit dem dpa-Faktencheck und wurde mit dem Nachhaltigkeitspreis Medien 2026 ausgezeichnet.
Dokumentation und Podcast
Schule ohne Smartphone – Das Experiment mit Tobi Krell (ARD Mediathek)
In der dreiteiligen Doku verzichten rund 100 Jugendliche einer Schule über drei Wochen auf ihre Handys. Ein Team aus Forschenden begleitet das Experiment und misst, was sich verändert.
Medienzeit ordnet die Ergebnisse ein: Der Smartphone-Verzicht scheint die psychische Belastung der Jugendlichen messbar zu verringern. Bei der Konzentration ist der Effekt dagegen weniger eindeutig.
„Muss der Staat Kinder vor Social Media schützen?“ – Politik mit Anne Will und Alena Buyx (YouTube)
Anne Will und Medizinethikerin Alena Buyx diskutieren, ob ein Social-Media-Verbot Minderjährige wirksam schützen kann und wie es sich umsetzen ließe. Buyx befürwortet ein wissenschaftlich begründetes, nach Altersgruppen abgestuftes Verbot – allerdings nur zusammen mit Plattformregulierung und Medienpädagogik.
Forschung
Leopoldina: Altersgrenzen für Social Media und besserer Schutz Minderjähriger
Ein interdisziplinäres Diskussionspapier empfiehlt keine Social-Media-Accounts für unter 13-Jährige und eine gesetzlich vorgeschriebene elterliche Zustimmung für 13- bis 15-Jährige. Hinzukommen sollen altersgerechte Plattformen und mehr digitale Bildung. Die Autorinnen und Autoren betonen, dass die Studienlage überwiegend Zusammenhänge zeigt und Kausalität noch nicht umfassend geklärt ist. Die Empfehlungen sind keine offizielle Position der Leopoldina.
Wer ist heise?
Das Familienunternehmen heise mit Hauptsitz in Hannover hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1949 zu einem weitverzweigten Medienunternehmen an 23 Standorten entwickelt. Seit 1999 führt Ansgar Heise in dritter Generation das mittelständische Unternehmen mit großer Leidenschaft und viel Innovationsgeist. Dabei stellt sich heise den Herausforderungen der digitalen Transformation und setzt auf ein breit gefächertes und stetig wachsendes Produktportfolio.
Die Geschäftsbereiche von heise gliedern sich in heise connect, heise content, heise compare und heise commerce. Für kleine und mittelständische Unternehmen bietet heise regioconcept lokales Marketing aus einer Hand: von Online-Marketing-Produkten bis hin zu Einträgen in Das Örtliche, Gelbe Seiten und Das Telefonbuch. Das renommierte Computermagazin c’t und heise online, das deutschsprachige Leitmedium für IT-Nachrichten, halten Technik-Interessierte auf dem neuesten Stand. IT-Professionals können sich in der heise academy online stetig weiterbilden. Um Wissenserweiterung geht es auch in den Veranstaltungsformaten – von der secIT bis zur Maker Faire. Darüber hinaus gehören Preisvergleichsportale wie geizhals.de und guenstiger.de sowie mit Mindfactory ein Online-Handel für Technikbegeisterte zur Produktpalette.
Seit der Saison 2024/2025 engagiert sich heise im Fußball und ist Hauptpartner von Hannover 96.
Weitere Informationen: www.heisegroup.de
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